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Karussell

 

Karussell ist ein Spielfilm, der aus der Perspektive der Schauspieler mit fünf Kameras gedreht wurde. Die Kameras wurden abwechselnd von den Schauspielern getragen und die so entstandenen fünf Filme werden auf die vier Wände plus Zimmerdecke eines Raums projiziert.
Die Zuschauer sind umgeben vom Erleben der Protagonisten. Der Arbeitstitel war zunächst P.O.V. Point of View ist ein Ausdruck aus dem Filmemachen und bedeutet aus dem subjektiven Blickwinkel des Protagonisten gefilmt.
Der Titel P.O.V. beschreibt das Konzept der Visualisierung, den Weg zum fertigen Film, der Titel Karussell fasst zusammen, was wir als Zuschauer im Projektionsraum sehen.
Alles ist Karussell, visuell wie auch emotional.
Die Struktur des Reigen ist, eine Person trifft auf eine andere, hat etwas mit ihr, die zweite Person hat wiederum etwas mit einer weiteren, die wiederum etwas eine weitere Begegnung hat und so weiter, bis die letzte Person auf die erste trifft und so den Reigen schließt.
Diese Handlung aus dem subjektiven Erleben heraus zu filmen ist wesentlich, die Drehung des Kopfes des Protagonisten ist die grundlegende Bewegung, das Rückgrat des Films, durch die Drehung des Kopfes ändert sich die gesamte Empfindung, so wie gleichzeitig der gesamte Raum mit fünf Kameras synchron bewegt.
Durch die subjektive Wahrnehmung wird die Handlung körperlich erlebbar und der Zuschauer erlebt die Geschehnisse der Handlung genauso wie sie die Protagonisten erleben, in Karussell werden die Geschehnisse der Handlung nicht durch ein drittes Auge gezeigt, welches den Zuschauer dazu bringt, die Handlung und ihre darin vorkommenden Protagonisten zu beurteilen.

KARUSSEL A 2015
96 min.
6 Kanal_Videoausspielung im Projektionsraum